• Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Wer pflegt uns morgen?

    Ein sehr sehenswerter Beitrag vom Schweizer Fernsehen SRF «Der Pflegenotstand droht nicht, er ist bereits Realität», sagen die, die es wissen müssen: Pflegefachleute, die am Bett arbeiten und tagtäglich erleben, was es heisst, wenn zu wenig Personal da ist. 11’000 Stellen sind im Gesundheitswesen derzeit offen. Doch das dürfte erst der Anfang sein. «Ein Patient lag im Sterben und ich hatte keine Zeit, mich um ihn zu kümmern. Nicht einmal für eine einfache Grundpflege reichte es, obwohl ich wusste, er wird nur noch wenige Tage leben», erzählt Jessica Kohler. Die 27-jährige diplomierte Pflegefachfrau hat in einem Akutspital gearbeitet. Sie ist erst seit drei Jahren im Beruf und leidet zunehmend unter…

  • Betreuung im Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten. (Symbolbild)
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Um einsame Momente zu überbrücken: «Oft hilft schon ein Gespräch oder eine gemeinsame Kaffeepause»

    Betreuung im Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten. (Symbolbild) Mit den Massnahmen kommen die alten Menschen besser klar als erwartet. Am runden Tisch in der Cafeteria des Alterszentrums Bärenmatt in Bremgarten sitzen vier Senioren und klopfen einen Jass. Dass sie dazu eine Maske tragen, scheint sie nicht im Geringsten zu stören. «Ich bin davon überzeugt, dass sich jene Senioren, die in ihren eigenen vier Wänden leben, einsamer fühlen», bestätigt Geschäftsleiter Roger Cébe beim Gespräch in seinem Büro. Bereits im ersten Lockdown im Frühling und auch jetzt während der zweiten Welle findet der Alltag im Alterszentrum, abgesehen von wenigen Ausnahmen, wie gewohnt statt. «Das ist uns wichtig», kommentiert er. Als im Alterszentrum Burkertsmatt…

  • Der Impfstoff von Pfizer Biontech, aufgenommen in einem Altersheim in Gelterkinden.
    Erlebtes

    Geimpfter 91-Jähriger stirbt – Swissmedic gibt Entwarnung

    Im Kanton Luzern ist ein Mann nach der Covid-Impfung gestorben. Für Swissmedic und die kantonalen Behörden ist ein Zusammenhang mit dem Vakzin nicht ersichtlich. Bei dem Todesfall einer gegen Covid-19 geimpften Person im Kanton Luzern ist nach Angaben des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic kein Zusammenhang mit der Impfung ersichtlich. Das hätten Abklärungen der kantonalen Gesundheitsbehörden und von Swissmedic ergeben. Aufgrund der Krankengeschichte und des Krankheitsverlaufs sei ein Zusammenhang zwischen dem Tod der Person und der Covid-19-Impfung höchst unwahrscheinlich, teilte Swissmedic am Mittwoch mit. Laut Swissmedic ist im Kanton Luzern eine 91-jährige Person, die an mehreren schweren Vorerkrankungen litt, einige Tage nach einer Covid-19-Impfung in einem Alters- und Pflegeheim verstorben. «Weder die…

  • Die Gutscheine ans Pflegeheim wurden am Mittwoch vor der Konditorei Café Janz überreicht. Mit dabei (von rechts): Bruno Vollmer, Präsident Betriebskommission Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal, Michael Hutzli, Mitglied Betriebskommission, Hans-Peter Meier, Gemeindepräsident Wila, Yvonne Fehlmann, Geschäftsleiterin Pflegezentren Mittleres Tösstal, Zeljko Rebic, Leiter Verpflegung Pflegezentren, Kathrin und Christian Janz Deppeler von der Konditorei und Balz Zinniker, Gemeindeschreiber Wila.
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Wila schenkt 200 Gutscheine an Pflegeheim-Personal

    Grosszügiger Gemeinderat Alle Mitarbeitenden der Pflegeheime Mittleres Tösstal erhalten von der Gemeinde Wila zu Weihnachten 50-Franken-Gutscheine. Die Idee stammt aus Turbenthal. Dort wurde ein Bonus für dasselbe Personal dann jedoch abgelehnt. Die Gutscheine ans Pflegeheim wurden am Mittwoch vor der Konditorei Café Janz überreicht. Mit dabei (von rechts): Bruno Vollmer, Präsident Betriebskommission Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal, Michael Hutzli, Mitglied Betriebskommission, Hans-Peter Meier, Gemeindepräsident Wila, Yvonne Fehlmann, Geschäftsleiterin Pflegezentren Mittleres Tösstal, Zeljko Rebic, Leiter Verpflegung Pflegezentren, Kathrin und Christian Janz Deppeler von der Konditorei und Balz Zinniker, Gemeindeschreiber Wila. Der Gemeinderat Wila will dem Personal in den beiden Pflegeheimen Mittleres Tösstal seine Anerkennung ausdrücken. An seiner jüngsten Sitzung hat er…

  • Helene Stucki, 55, hat der Pflegebranche ;definitiv den Rücken gekehrt. Karin Hofer / NZZ
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    «Bis zur Pensionierung hätte ich das nicht ausgehalten» – warum Helene Stucki den Pflegeberuf nach dreissig Jahren verlassen hat

    In der Corona-Krise sind Pflegefachleute gefragter denn je. Doch die Branche hat ein schlechtes Image. Eine Aussteigerin und drei Einsteiger erzählen, was sich in ihren Augen verbessern müsste. In den Lauben der Berner Altstadt klebt der Nebel an den Mauern. Helene Stucki ist mit dem Velo unterwegs, sie wohnt in der Nähe, «schon ewig», wie sie sagt. Aufgewachsen ist die 55-Jährige mit den grauen Locken auf einem Bauernhof in einem Vorort von Bern. Das Soziale sei in der Familie immer wichtig gewesen, erzählt sie. Nach einem Welschlandjahr, das sie wegen Heimwehs nach der Hälfte abbrach, wurde sie Kinderkrankenschwester. Achterbahn der Gefühle Dreissig Jahre hat die fitte Frau mit kürzeren Unterbrüchen…

  • Erlebtes,  Lebensgeschichten

    Späte Liebe

    Geschieden oder verwitwet, angekommen im dritten Lebensabschnitt und alleine. Was, wenn man sich dann nochmals leidenschaftlich verliebt? Ein Film von Andrea Pfalzgraf Die 78-jährige Yvonne hat ihr Doppelbett längst verkauft und sich gut im Leben eingerichtet, ohne einen Partner. Als sich ihre Jugendliebe Peter nach 59 Jahren unerwartet wieder meldet ist es, als ob ein Blitz eingeschlagen hätte. Die beiden sind seit zwei Jahren total verliebt. Oder Felix und Marta. Die beiden haben erst vor vier Jahren geheiratet. Sie ist heute 91 und er 85. Ihr Rezept: «Wir schränken uns gegenseitig nicht ein». Franz hingegen hatte es schon fast aufgegeben sich nochmals auf eine Beziehung einzulassen. Aber dann traf er…

  • Nachdem das Besuchsverbot im Frühling gelockert wurde, wurden in Pflegeheimen Besuchszonen eingerichtet.
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Lockdown in Heimen und Spitälern: Kanton Aargau will kein Besuchsverbot mehr

    Nachdem das Besuchsverbot im Frühling gelockert wurde, wurden in Pflegeheimen Besuchszonen eingerichtet. Im Frühling, auf dem Höhepunkt der Coronapandemie, verbot die Aargauer Regierung Besuche in Pflegeheimen und Spitälern. Sechs Wochen lang hatten Angehörigen nur in Ausnahmesituationen Zutritt zu den Heimen, zum Beispiel, wenn die Grossmutter im Sterben lag. Am 11. Mai hob der Kanton das Besuchsverbot auf und wandelte es in ein «kontrolliertes Besuchsrecht» um. Seither können Pflegeheime wieder Besucher zulassen, mit entsprechenden Schutzkonzepten. Bis dahin litten insbesondere die Heimbewohner unter dem fehlenden Kontakt zu ihren Angehörigen. Das Besuchsverbot wurde bisweilen als menschenunwürdige Bevormundung kritisiert. Die geistige oder physische Gesundheit der Heimbewohner würde leiden, befürchteten verschiedene Experten. So auch Grossrätin…

  • Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Mit Zertifikat gegen Fachkräftmangel in der Pflege

    Mehr Pflegefachkräfte dank gutem Arbeitsplatzklima? Im Kampf gegen den Fachkräftemangel geht das Pflegeheim Reusspark im aargauischen Niederwil neue Wege. In einem aufwändigen Verfahren hat sich das grösste Aargauer Heim vom US-Unternehmen «Great Place To Work» für seine Arbeitsplatzkultur zertifizieren lassen. Die Auszeichnung soll helfen, diplomierte Pflegefachkräfte zu rekrutieren. «Im Pflegebereich kann man das Personal nicht mit dem Lohn anlocken», sagt Heim-Direktor Thomas Peterhans. Pflegefachleute verdienen aufgrund der gegenwärtigen Tarifstruktur wenig, für höhere Löhne müssten die Gemeinden aufkommen. Peterhans ist aber der Meinung, dass für die Personalrekrutiereung der Lohn alleine nicht ausschlaggebend sei. Weiche Faktoren wie eine gute Arbeitsplatzkultur würden auch helfen. Peterhans geht es derweil nicht nur um sein eigenes…

  • Erlebtes,  Hilfsmittel,  Tipps

    Wie ein junger Mann Nähe zu seinem Grosi herstellte

    Seit dem Frühling 2019 gibt es CARU, den «digitalen Mitbewohner» für ältere Menschen, der nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch die Freiheit gibt, mit der Familie zu sprechen, Anrufe und Nachrichten zu empfangen und im Notfall Hilfe anzufordern. Wir habe Nico Dudli, Verkaufsleiter der Firma Caru AG getroffen. Wohnen und Pflege (WuP): Herr Dudli, was ist eigentlich CARU? Nico Dudli (ND): CARU ist ein sprachgesteuerter Notruf, der schick aussieht und es einem erlaubt, Sprachnachrichten zu versenden. WuP: Was unterscheidet CARU von anderen Notrufanlagen? ND: CARU wird nicht am Körper getragen, sondern steht in seiner Eleganz an einem frei wählbaren Ort. Der Hilferuf von CARU wird über den Sprachbefehl «Hilfe –…