• Trotz viel Licht bleibt einiges noch dunkel: St. Katharinen feiert 700-Jährige Hausgeschichte
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Trotz viel Licht bleibt einiges noch dunkel: St. Katharinen feiert 700-Jährige Hausgeschichte

    Märetzauber St. Katharinen im Alters- und Pflegeheim St. Katharinen Solothurn. Nicht viele haben die Möglichkeit, das zur Bürgergemeinde Solothurn gehörende Alters- und Pflegeheim St. Katharinen näher kennen zu lernen. Das war am Wochenende ein bisschen anders. Nach dem Anzünden von 45000 LED-Lämpchen zum Start in die Adventszeit wechselte die Szenerie am Samstag vom sogenannten «LichterZauber» zum «MäretZauber», der geprägt war vom «kleinsten und kürzesten Weihnachtsmäret», wie sich Heimleiter Pascal Vonäsch im eingebetteten Festakt zur 700-Jahr-Feier des altehrwürdigen Hauses ausdrückte. Kulinarische Köstlichkeiten aus der hauseigenen Küche, Bürgerwein, ein Solothurner Weinsüppchen und eine Gulaschsuppe, die in den Kesseln einer aus dem Jahr 1903 stammenden Feldküche vor sich hin dampfte, waren Balsam für…

  • So lange wie möglich zu Hause bleiben: Im Fricktal läuft ein Pilotmodell an
    Erlebtes

    So lange wie möglich zu Hause bleiben: Im Fricktal läuft ein Pilotmodell an

    Sind gewappnet für die Zukunft: Ronja Steiger, Andre Rotzetter und Jeannette Zumsteg vom Verein für Altersbetreuung im oberen Fricktal. Bild: Thomas Wehrli Die Fricktaler werden immer älter – und sie werden immer gesünder älter. Damit verändern sich auch ihre Ansprüche an das Wohnen im Alter und ihre Erwartungen an Dienstleister wie den Verein für Altersbetreuung im oberen Fricktal (VAOF). Dieser betreibt in Frick und Laufenburg je ein Alters- und Pflegeheim mit 105 Plätzen. Zudem führt er 86 Alterswohnungen. Was kommt auf den VAOF zu? Ein Gang durch die Zeit in sechs Schritten. 1. Die Experimentierphase. Vor gut zehn Jahren tauchte ein neues Schlagwort am Altersmarkt auf: das betreute Wohnen. «Jeder…

  • Einsatz in Zürich: «Kyma» rettet Rentner vor dem Erfrieren
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    Einsatz in Zürich: «Kyma» rettet Rentner vor dem Erfrieren

    Ein Rentner lief am frühen Dienstagmorgen aus einem Alterszentrum im Zürcher Kreis 2 davon. Von ihm fehlte jede Spur. Und: Die Nacht war kalt. Um ein Haar wäre der Senior erfroren. Doch Schäferhündin Kyma der Stadtpolizei konnte den Mann retten. Auf einmal war er weg. Kurz nach 2.30 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass ein Bewohner eines Alterszentrums im Kreis 2 weggelaufen und nicht mehr zurückgekommen sei. Nach dem der vermisste Mann im Gebäude nicht gefunden werden konnte, wurde auch im Freien nach dem Vermissten gesucht. Die Beamten suchten aber nicht allein. Mit von der Partie: Schäferhündin Kyma (7). Sie schnüffelte an einem getragenen T-Shirt des…

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    Der Zürichseechor stimmt am 30. November 2019 in den Advent ein

    Der Zürichseechor stimmt Musikfreunde in den Advent ein bei seinem Konzert in der Reformierten Kirche Küsnacht Samstag, 30. November 2019, 19.00 Uhr Er singt u.a.: Ecce Novum, Ola Gjeilo Béthléem, Charles Gounod Shepherds Run (Gospel) Markus Detterbeck This little Light of Mine (Gospel) Neil A. Johnson O Holy Night, Adolphe-Charles Adam O Love, Elaine Hagenberg und weitere Es wird ein schönes Konzert mit vielen ans Herz gehenden Liedern. Begleitet wird der Chor teilweise vom Klavier, der Violine und dem Cello. Eintritt frei (Kollekte) Hier kann der Flyer heruntergeladen werden 0

  • Spielplatz für das neue Alterszentrum: Jung und Alt planen gemeinsam
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Spielplatz für das neue Alterszentrum: Jung und Alt planen gemeinsam

    Das Projekt wurde von Pro Juventute organisiert. Der Primarschüler Mattia ist einer der Gesprächsmoderatoren des Hofi-Parlaments. Er soll eine Diskussionsgruppe mit Kindern und Senioren im Singsaal des Schlieremer Schulhauses Hofacker leiten. Mattia weiss, welches Resultat er nach zwei Stunden abliefern muss. «Am Ende sollen wir uns auf zwei Gestaltungsthemen einigen, die wir vertiefen wollen», sagt er. Im Vorfeld haben sich die zwei Altersgruppen bereits separat getroffen, um über die Gartenanlage des künftigen Alterszentrums zu diskutieren. Die Senioren haben auf weissen Blättern ihre Wünsche wie «Pflanzen», «grosse Bäume», «Spiele» und «einen erhöhten Platz, um die Leute zu beobachten» aufgeschrieben. Auch die Kinder notierten ihre Wünsche: «Viel grüne Natur», «einen Brunnen», «eine…

  • Viele Äpfel schneiden und Taschen nähen
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Viele Äpfel schneiden und Taschen nähen

    Rund zehn Kilogramm Äpfel haben die Damen für den Herbstmarkt geschnitten. Foto: pw. Es herrscht gute Stimmung: Die Bewohnerinnen und Bewohner im Alterszentrum Mittelleimbach bereiten den Herbstmarkt vor. Etwa 60 Necessaires und über 50 Stofftaschen hat Alois Wertli genäht. Der 94-Jährige arbeitete vor seiner Pensionierung unter anderem als Zuschneider bei der Modehauskette PKZ. Seit Februar wohnt er im Alterszentrum Mittelleimbach. «Genäht habe ich immer zwischendurch, wenn nichts Gutes im Fernsehen lief», erzählt Wertli. Seine Necessaires und Taschen produzierte er für den Herbstmarkt des Alterszentrums. Dort wird Selbstgemachtes aus dem Atelier und der Küche verkauft. Eine Gruppe Bewohnerinnen schnitt vergangene Woche rund zehn Kilogramm Äpfel zu Stückchen. Diese wollen sie am…

  • Strittige Gesetzesreform - «Wenn wir nichts ändern, explodieren die Ergänzungsleistungen»
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    Strittige Gesetzesreform – «Wenn wir nichts ändern, explodieren die Ergänzungsleistungen»

    Mit der Revision, die das Parlament beschlossen hat, werden Erben künftig zur Kasse gebeten, falls Ergänzungsleistungen bezogen wurden – falls noch Geld übrig ist. So will der Bund pro Jahr rund 150 Millionen Franken zurückholen. Ein grundsätzliches Problem wird damit aber nicht gelöst: dass sich viele Menschen das Alters- und Pflegeheim nicht leisten können. Und die Pflegekosten steigen in den kommenden Jahrzehnten gemäss Prognosen noch drastisch. Der Effekt? Ergänzungsleistungen werden immer nötiger – ihre Finanzierung indes immer schwieriger. Laut Artikel 112 der Bundesverfassung muss die AHV-Rente «den Existenzbedarf angemessen decken». «Die Ergänzungsleistungen wurden 1966 als eine Art Pflaster geschaffen», sagt der Anwalt Ueli Kieser, der an der Universität St. Gallen…

  • Alterszentrum Kreuzlingen beliefert Kinderkrippen mit Mittagessen
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    Alterszentrum Kreuzlingen beliefert Kinderkrippen mit Mittagessen

    Das Küchenteam im Alterszentrum Kreuzlingen kocht sein September auch für die Kinderkrippen von Calimero. (Bild: PD) (red) «Mit der Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen haben wir eine passende Partnerin gefunden, die unserem Konzept gerecht wird», beschreibt Sandra Himmelberger, Krippenleiterin Calimero, die Zusammenarbeit mit dem Alterszentrum. Zuvor kochte Calimero noch für sich selbst bis zu 170 Mahlzeiten am Tag. Um den Fokus wieder klar auf das Kerngeschäft – die Kinderbetreuung – ausrichten zu können, wurde das Kochen ausgelagert. Nun sorgen Küchenchef Jörg Hottenroth und sein 20-köpfiges Team dafür, dass die Kinder in den Krippen sowie deren Betreuerinnen ein gesundes Mittagessen erhalten. «Es ist uns wichtig, dass die Kinder hier bei Calimero frische und…

  • Pflege: Hier funktioniert Arbeiten statt Ruhestand
    Erlebtes

    Pflege: Hier funktioniert Arbeiten statt Ruhestand

    «Vor jeder Pension klären wir ab, ob eine Weiterbeschäftigung gegenseitig gewünscht wird und auch aus gesundheitlicher Sicht Sinn macht», sagt Pflegheheim-Leiter Urs Schenker. Ökonomen der Grossbank Credit Suisse (CS) befürchten grosse Personalengpässe im Gesundheitswesen. Der Grund ist die bevorstehende Pensionierungswelle der Babyboomer. Eine Möglichkeit wäre es, ältere Arbeitnehmer über das Pensionsalter hinaus zu beschäftigen, so die Ökonomen. Nur geschehe das in der Realität kaum. Einerseits sei nur eine Minderheit der Schweizer Firmen dazu bereit. Andererseits sei auch das Interesse der Senioren daran eher gering, schreiben die Autoren in ihrem Papier. Dass dies in der Praxis aber durchaus gut funktionieren kann, zeigt ein Beispiel der Langzeitpflege aus dem Kanton Aargau. Wer…

  • Preisverleihung von Alzheimer Zug: Eine bescheidene Heldin des Alltags
    Erlebtes

    Preisverleihung von Alzheimer Zug: Eine bescheidene Heldin des Alltags

    Alzheimer Zug verleiht den Fokus Preis 2019. Daniela Bigler Billeter, Leiterin Geschäfts- und Beratungsstelle Alzheimer Zug, Priska Bucher, Inhaberin Haar Atelier Cham und Gewinnerin, und Monika Pirovino-Zürcher, Vorstandsmitglied (von links). (Bild: Patrick Hürlimann) Am Donnerstagabend fand im Alterszentrum Zug Neustadt eine Preisverleihung der besonderen Art statt: Die Hairstylistin Priska Bucher als Inhaberin des «Haar Atelier Cham» wurde mit dem «Fokus-Preis» ausgezeichnet. Alzheimer Zug verleiht jährlich zum Weltalzheimertag diese Auszeichnung einer Zuger Persönlichkeit oder Organisation, die in besonderer Weise mit dem Thema Demenz in Verbindung steht. Die Geschichte der Coiffeurin ist berührend; eine Stammkundin begann nach und nach, immer wieder dieselben Geschichten im Salon zu erzählen, Termine wurden vergessen. «Und immer…

  • Erlebtes

    Altersheime stürzen sich auf Hipster-Getränk von Rivella

    Grosses Ziel: Rivella will Urs «zu einer festen Grösse in der Schweizer Apérokultur» machen. Bild: zvg Eisbär statt Kater: So lautet der Slogan von Urs, einem Getränk aus dem Hause Rivella. Es wurde vergangenes Jahr lanciert. Slogan, Aufmachung und Werbung machen klar: Mit dem Getränk will Rivella vor allem bei einer jungen, urbanen, ja Hipster-Kundschaft [...]

  • Polizei und Schleifservice-Anbieter warnen vor einer Betrugsmasche, die angewandt wird
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Polizei und Schleifservice-Anbieter warnen vor einer Betrugsmasche, die angewandt wird

    Schlechter Schleifer zockt Altersheime ab (Symbolbild). «Er war bestens über unsere Abläufe und die zuständigen Personen informiert», sagt die Leiterin, die aus Angst weder ihren Namen noch denjenigen des Pflegeheims nennen will. Die ahnungslose Küchenmannschaft gab dem Mann schliesslich die Messer und Bretter mit. Später kehrte er zurück und verlangte von der Mitarbeiterin am Empfang mehrere hundert Franken für den Service. Sie liess sich einschüchtern und bezahlte den Betrag. Was die Frau nicht bemerkte: Die Messer waren schlecht geschliffen, die Bretter viel zu stark abgehobelt und mit Furchen versehen. Der Preis übertraf die üblichen Ansätze bei weitem. «Mit dem Geld hätte ich neue Messer und Bretter kaufen können», sagt die…

  • Raumpflegerin statt Putzfrau: Hört auf mit der Schönrederei!
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Raumpflegerin statt Putzfrau: Hört auf mit der Schönrederei!

    Ein Regalbrett voller Reinigungsmittel: Werkzeug einer Putzfrau. (Bild: Benjamin Manser) Das «Notkerianum» und der «Lindenhof» haben sich getrennt. Nicht voneinander, sondern von zwei Worten: Die zwei Institutionen nennen sich nicht mehr «Alters- und Pflegeheim». Neu heissen sie «Notkerianum Betreuen Pflegen Wohnen» und «Lindenhof Betreuen Pflegen Wohnen». Der Kopf schwirrt, das war aber nicht das Ziel. Das «sanfte Rebranding» solle die Verbundenheit der Unternehmen unterstreichen, schreiben die Verantwortlichen. Aha, Marketing. Die Worte «Alters- und Pflegeheim» waren wohl abgedroschen und abgenutzt, aber vor allem zu negativ. Statt von alten Leuten mit Rollatoren spricht man von Personen im besten Alter mit Gehhilfe. Ganz so, wie es zur Dienstleistungsgesellschaft voller glücklicher, strahlender Menschen passt.…

  • Erlebtes

    Wenn es alleine nicht mehr geht

    Wir alle werden älter. Jeden Tag. Gut, dass es allen Menschen so geht. Keiner wird jünger. Irgendwann kommt der Tag, an dem sich Fragen stellen und Probleme da sind, an die man vorher gar nie gedacht hat, wie z. B. Ich bin nicht mehr so gut zu Fuss Mein Gedächtnis lässt mich manchmal im Stich Ich habe Schmerzen, die ich vorher nicht gekannt habe Ich bin allgemein unsicherer geworden Plötzlich stellen sich Fragen, die mir manchmal Angst machen Ich bin unvermittelt auf die Hilfe von Unbekannten oder Behörden angewiesen Ich weiss nicht, ob meine finanziellen Mittel bis ins hohe Alter reichen Wie lange kann ich noch in meiner Wohnung/meinem Haus…

  • Die alte Dame, die aus dem Altersheim auszog
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Die alte Dame, die aus dem Altersheim auszog

    Bild: Michael Trost. Zuerst zügelte sie mit ihrem Mann ins Altersheim. Drei Jahre später zog sie verwitwet wieder aus: Bei Margrit Zimmermann gibt es ein Leben nach dem Seniorenheim. «Ist diese Aussicht nicht herrlich», sagt die zierliche Frau und klatscht in die Hände. Margrit Zimmermann zeigt aus dem Fenster ihrer 1 1/2-Zimmerwohnung in der Wohnbaugenossenschaft Geren in Stäfa. Draussen spiegelt sich der blaue Himmel im Zürichsee und weisse Segelschiffe ziehen ihre Bahnen durchs Wasser. Die 91-Jährige setzt sich mit kerzengeradem Rücken auf das moosgrüne Sofa mit den bestickten Kissen. Das Wohnzimmer ist picobello aufgeräumt. Auf dem Bett liegt eine geblümte Tagesdecke, prächtige Orchideen gedeihen neben dem Fenster, und auf den…

  • Frauen arbeiten viel gratis und leisten in der Region Werdenberg mehr Freiwilligenarbeit
    Erlebtes

    Frauen arbeiten viel gratis und leisten in der Region Werdenberg mehr Freiwilligenarbeit

    Frauen streiken heute. Unter anderem weil die Wirtschaft auf ihre Kosten spart. (Bild: Keystone/Walter Bieri) Die Wirtschaft und Politik spart auf Kosten der Frauen. Etwa bei den öffentlichen Ausgaben für Betreuungs- und Pflegeangebote. Das fällt auf die Frauen zurück. Sie schliessen die Lücken, sei es mit Gratis-Familienarbeit, Gratis-Pflegearbeit oder öffentlicher Sozialarbeit. Anstatt gut ausgebildetes und fair bezahltes Kinderbetreuungspersonal anzustellen, werden billige Praktika angeboten. Bedarfsgerechte Spitex-Angebote und genügend lange Spitalaufenthalte will sich die Wirtschaft nicht leisten. Die Familien – und damit gemeint sind meist die Frauen – werden sich schon irgendwie organisieren, um die Lücken zu schliessen. Frauen leisten schweizweit eine gesellschaftlich notwendige Arbeit im Wert von jährlich 250 Milliarden Franken…

  • Schenkung schützt nicht vor Pflegekosten
    Erlebtes

    Schenkung schützt nicht vor Pflegekosten

    Diese Rechnung geht nicht auf: Das Haus zu verschenken, in der Hoffnung, dass man Ergänzungsleistungen für einen möglichen Pflegeheimaufenthalt bekommt, ist keine sinnvolle Strategie. Foto: iStock Mein Mann arbeitet noch Teilzeit, ich bin aber pensioniert. Im Bekannten- und Freundeskreis wird häufig darüber diskutiert, im Rahmen der Nachlassplanung und in Hinblick auf einen allfälligen späteren Eintritt in ein Seniorenheim das Eigenheim an die Kinder zu verschenken – mit bleibendem Wohnrecht und Nutzniessung. Da unsere Tochter über keine grösseren finanziellen Mittel verfügt, würden wir wie bisher sämtliche Unterhaltskosten, Vermögenssteuer, Hypothekarzinsen etc. übernehmen. Wie ist Ihre Meinung dazu? I.Z. Ich bin kritisch und sehe für Ihr Vorhaben einige Schwierigkeiten. Zunächst sollten Sie sich…

  • Ein einfacher Trick gegen Schwindel
    Erlebtes

    Gleichgewichtsstörungen können für ältere Menschen gefährlich werden

    Die 92-jährige Gertrud Koch, beobachtet von Neurologe Stefan Bögli, lässt auf dem Drehstuhl ihren Schwindel abklären. Foto: Sabina Bobst Auf einem Kinderspielplatz würde das Gerät für helle Freude sorgen: Der Sitz auf dem fahrbaren Gestell kann entlang kreisförmiger Schienen in alle Richtungen gedreht werden. Doch da betritt Gertrud Koch mit ihrem Rollator den Raum. Die 92-Jährige setzt sich auf den gepolsterten Stuhl und platziert den Kopf in der vorgesehenen Halterung. Wie auf einer Achterbahn wird die betagte Dame nun mit Gurten rund um Bauch, Schultern, Füsse und Kinn angeschnallt. Neurologe Stefan Bögli bittet sie, während der Untersuchung die Augen offen zu halten. «Sind Sie bereit?», fragt er. Und schwupps kippt…

  • Sagt die Pflegerin mit Borderline-Syndrom die Wahrheit?
    Erlebtes

    Sagt die Pflegerin mit Borderline-Syndrom die Wahrheit?

    Der angeklagte Krankenpfleger weist vor Obergericht jegliche Vorwürfe von sich. (Bild: Goran Basic / NZZ) Ein Mann soll eine Frau vergewaltigt haben, und es steht Aussage gegen Aussage. Schon am Bezirksgericht Zürich war sich das dreiköpfige Richtergremium zur Schuldfrage uneins. Der 34-jährige Krankenpfleger wurde zwar im Dezember 2017 wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt, allerdings nur mit Entscheid der Mehrheit. Völlig aussergewöhnlich am Fall ist, dass die unterlegene Gerichtsvorsitzende einen 18-seitigen, detailliert begründeten Minderheitsantrag verfasste, indem sie zum Schluss kommt, dass der Sachverhalt nicht zweifelsfrei erstellt und der Beschuldigte «in dubio pro reo» freizusprechen sei. Das angebliche Opfer und der angebliche Täter waren…

  • Warum sich diese 25-Jährige für ein Sterbehospiz einsetzt
    Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

    Warum sich diese 25-Jährige für ein Sterbehospiz einsetzt

    «Das Hospiz kommt», ist Vereinspräsidentin Linda Gasser überzeugt. Nur wann genau sei noch unklar. Über den Tod spricht Linda Gasser ganz offen. Der komme todsicher, sagt die 25-Jährige. Vielleicht morgen. Vielleicht mit 99 Jahren. «Niemand scheitert beim Sterben.» Aber: «Beim Prozess kann man einiges falsch machen.» Das weiss sie aus dem Berufsalltag. Die gebürtige Solothurnerin, die heute in Wangen an der Aare lebt, arbeitet in einem Alterszentrum im Aargauischen, ist ausgebildete Pflegefachfrau. Den Tod kennt sie aber auch von Erfahrungen aus dem Privatleben. 2015 starb ihr Vater an einer Lungenkrankheit. Als unglücklich bezeichnet Gasser seinen Sterbe-Prozess. Denn: Als klar war, dass der Tod kommt, konnte er nicht im Spital bleiben.…