Das Pflegepersonal bemüht sich darum, den Bewohnerinnen und Bewohnern die Hitze so erträglich wie möglich zu machen.
Alters- und Pflegeheime

Wattwil: So bekämpft das Alters- und Pflegeheim Risi die Hitze

Das Pflegepersonal bemüht sich darum, den Bewohnerinnen und Bewohnern die Hitze so erträglich wie möglich zu machen.

Alters- und Pflegeheim Risi in Wattwil erklärt, wie es seine Bewohnerinnen und Bewohner vor der Hitze schützt: «Genug trinken ist das A und O»

Temperaturen über 30 Grad stellen den Körper vor Herausforderungen. Es kann zu Schwindel und Übelkeit kommen. Im Alters- und Pflegeheim Risi in Wattwil haben sie verschiedene Methoden, um gegen die Hitze vorzugehen.

An diesem Dienstag ist wohl der absolute Peak der laufenden Hitzewelle erreicht. In der gesamten Ostschweiz zeigt das Thermometer über 30 Grad an. Im Alters- und Pflegeheim Risi in Wattwil werden deshalb die Rollläden heruntergelassen und die Sonnenstoren ausgefahren. Dies, damit es für die Bewohnerinnen und Bewohner angenehm kühl bleibt.

Das Heimpersonal muss allerdings noch weitere Faktoren beachten. Georg Raguth, Heimleiter vom Risi, sagt zu TVO : «Das Wichtigste für unsere Heimbewohnenden ist, dass sie genug trinken. Das ist das A und O.»

Daher animiere das Pflegepersonal die Bewohnerinnen und Bewohner regelmässig zu trinken. Das Heim stellt zudem Gratiswasser zur Verfügung. Auch durch mehrere Hinweistafeln werden die Bewohnenden ans Trinken erinnert, denn aufs Alter nehme das Durstgefühl permanent ab.

Für manche Bewohnerin ist die Hitze aber gar nicht so schlimm. «Ich bleibe draussen sitzen, bis es mir nicht mehr passt und dann gehe ich nach drinnen. Und am Abend im Zimmer ist es dann schön kühl», sagt die 80-jährige Margot Bräker im TVO-Beitrag.

Rita Büchel, sie ist seit 16 Jahren im Risi, verträgt die Hitze hingegen weniger gut und geht darum weniger ins Dorf zum Einkaufen. «Aber manchmal hat es eine gute Seele, die einem etwas posten geht im Dorf. Das ist ganz schön.»

Die Hitzewelle soll aber noch lange nicht durch sein. Und bei Temperaturen über 35 Grad wird es für den menschlichen Körper anstrengend. Laurenz Gossweiler, Hausarzt in Wattwil, erklärt gegenüber TVO, dass sich bei hohen Temperaturen die Gefässe erweitern und gleichzeitig das Blut in die Haut verlagert werde.

«Die erweiterten Gefässe führen zu einem tieferen Blutdruck. Das Ganze hat zur Folge, dass die inneren Organe weniger versorgt werden können als normal.»

Dabei kann es zu Schwindel oder Übelkeit kommen. Daher stellt das Risi-Personal sicher, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner vor der Hitze schützen.

Das Alters- und Pflegeheim hat auch den Menuplan auf Sommer umgestellt. «Nicht allzu schwere Kost, etwas Kühles zum Essen. Und wir bieten Glace an, das natürlich auch gut ankommt.»

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.