Alters- und Pflegeheime

Wäre eine Durchseuchung für die Pflegeheime gut?

Quelle: TeleM1. Die Omikron-Mutation verursacht wenige Todesfälle und mildere Verläufe. Laut dem Präsidenten der Pflegeinstitutionen im Kanton Aargau sind das die perfekten Umstände für eine Durchseuchung. Vor allem bei älteren Personen würde dies Sinn ergeben.

Je mehr Leute sich mit dem Coronavirus anstecken, desto besser soll es für die Pflegeheime sein. Dieser Meinung ist Andre Rotzetter, Präsident der Pflegeinstitutionen des Kanton Aargau. Aus diesem Grund fordert er nun Turbo Corona-Lockerungen. Da die Folgen der Omikron-Mutation weniger schlimm sind als die der normalen Virusvariante, sei das eine Chance, die man nicht verpassen dürfe: «Diese Version von dem Virus ist für uns praktisch ein Segen. Je mehr Leute sich damit anstecken, desto mehr Leute sind gegen das Virus immun. Das würde uns im Herbst bei der nächsten Welle helfen», so Rotzetter.

Soll Bundesrat alle Massnahmen aufheben?

Gerade die älteren Personen sind am besten geschützt, wenn die Immunität in der Gesellschaft gross ist. Dafür müsste der Bundesrat alle Massnahmen wie die Maskenpflicht und die Zertifikatspflicht aufheben. Ein Blick auf die Fallzahlen soll das laut Rotzetter rechtfertigen: «Wir haben eine Senkung von neun Prozent und auch alle anderen Zahlen sinken ebenfalls. Dann gehe ich davon aus, dass das Virus einfach keine Wirte mehr findet.» Nur in den Pflegeheimen sollte man die Schutzmassnahmen weiterhin beibehalten.

«Das scheint mir sehr heikel»

Für den EVP Grossrat und Unternehmer Urs Plüss wäre die Idee von Rotzetter jedoch ein Blindflug, der sich schnell zu einem Sturzflug entwickeln könnte. «Wir haben uns in den letzten zwei Jahren sehr viel Mühe gegeben. Mit der Maskenpflicht, dem Impfen, den Quarantänen und Hygienemassnahmen. Das alles von heute auf morgen aufzugeben und ein so grosses Risiko einzugehen, das scheint mir sehr heikel zu sein.»

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.