Was für das Dornacher Spital gilt, ist die Aufforderung des Kantons, in der Normalphase des 3-Phasen-Modells ausreichend Betten und Fachpersonal zur Verfügung zu stellen.
Alters- und Pflegeheime

Solothurn lanciert wegen Omikron einen Notfallplan

Die Fallzahlen sind sehr hoch und Experten rechnen damit, dass sie noch weiter steigen werden. Um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern, reagiert der Kanton Solothurn und präsentiert einen Notfallplan für Spitäler sowie Alters- und Pflegeheime.

In beiden Basel existieren ähnliche Konzepte, und der Zivilschutz stünde für den Notfall bereit.

Solothurn informierte am Dienstag über die neuen Massnahmen. Sie beinhalten ein 3-Phasen-Modell für die Krankenhäuser der Solothurner Spitäler AG. Für das Spital Dornach, in dem es keine Coronapatienten gibt, gilt dieses nicht. Coronapatienten aus dem Schwarzbubenland werden im Kantonsspital Baselland (KSBL) behandelt. Mirjam Andres, Leiterin Kommunikation Pandemiebewältigung beim Solothurner Gesundheitsamt, sagt auf Anfrage: «Aufgrund des regionalen Standorts ist das Spital Dornach in den Verbund mit den Baselbieter Spitälern integriert.»

Zivilschützer sollen in den Spitälern eingesetzt werden

Was für das Dornacher Spital gilt, ist die Aufforderung des Kantons, in der Normalphase des 3-Phasen-Modells ausreichend Betten und Fachpersonal zur Verfügung zu stellen. In Phase 1 (ab 60 Covid-19-Patienten) und Phase 2 (ab 90 Covid-19-Patienten) sind die Privatklinik Obach in Solothurn und die Pallas Kliniken AG mit Häusern in Grenchen, Solothurn und Olten verpflichtet, das Bürgerspital Solothurn und das Kantonsspital Olten zu unterstützen.

Eine Unterstützung durch Privatspitäler könnte auch im Baselbiet nötig werden. «Für das Spitalsystem im Kanton Baselland gilt anhand der Zahl der Coronapatienten ein sechsstufiges Modell. Derzeit befinden wir uns auf Stufe 2», sagt Roman Häring vom Baselbieter Krisenstab. Ab Stufe 3 seien die Privatspitäler aufgefordert, das KSBL zu unterstützen. Zudem arbeiten in beiden Basel das KSBL, das Unispital Basel und das St.Claraspital, die alle über eine Intensivstation verfügen, gemäss Vereinbarung während der Pandemie zusammen.

Der Zivilschutz könne laut Häring zu Gunsten des Spitalsystems sowie Alters- und Pflegeheimen im Baselbiet eingesetzt werden, sollten alle andere Ressourcen ausgeschöpft sein. Im Kanton Solothurn ist dies nun auch der Fall. In der Mitteilung von gestern heisst es, dass «gesamthaft 90 Angehörige des Zivilschutzes in drei Schichten in den Spitälern, Alters- und Pflegeheimen eingesetzt werden» könnten. In Basel-Stadt sei ein Einsatz des Zivilschutzes in Spitälern aktuell nicht vorgesehen, sagt Anne Tschudin, Leiterin Kommunikation beim Gesundheitsdepartement. «Für die Planung der Kapazitäten und ein enges Monitoring der Situation stehen wir in einem täglichen, institutionalisierten Austausch mit den Kohortenspitälern.»

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