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Wie ein junger Mann Nähe zu seinem Grosi herstellte

Seit dem Frühling 2019 gibt es CARU, den «digitalen Mitbewohner» für ältere Menschen, der nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch die Freiheit gibt, mit der Familie zu sprechen, Anrufe und Nachrichten zu empfangen und im Notfall Hilfe anzufordern. Wir habe Nico Dudli, Verkaufsleiter der Firma Caru AG getroffen.

Wohnen und Pflege (WuP): Herr Dudli, was ist eigentlich CARU?

Nico Dudli (ND): CARU ist ein sprachgesteuerter Notruf, der schick aussieht und es einem erlaubt, Sprachnachrichten zu versenden.

WuP: Was unterscheidet CARU von anderen Notrufanlagen?

ND: CARU wird nicht am Körper getragen, sondern steht in seiner Eleganz an einem frei wählbaren Ort. Der Hilferuf von CARU wird über den Sprachbefehl «Hilfe – Hilfe!» aktiviert. Mit CARU kann man somit in jeder Situation und von überall in den eigenen vier Wänden Hilfe angefordern. Unabhängig von einem Armband oder Amulett. Nach der Aktivierung baut CARU per Lautsprecher eine Telefonverbindung zu einer Vertrauensperson auf.

WuP: Wozu braucht es dann den ebenfalls angebotenen Notrufknopf?

ND: Mit dem Notrufknopf in Form einer Armbanduhr kann der Notruf im Umreis von 300 m um CARU auch per Knopfdruck ausgelöst werden. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn man sich im Garten oder Keller aufhält.

WuP: Kann CARU auch von älteren Menschen bedient werden?

ND: Natürlich! Die Bedienung von CARU ist bewusst sehr einfach gehalten. Sie erfolgt im Notfall über den Sprachbefehl «Hilfe – Hilfe!». Will man der Familie eine Sprachnachricht schicken, sagt man einfach «Hallo CARU!». Danach erklärt CARU, was es tut oder was man machen soll. Zusätzlich werden alle Aktivitäten mit Farbsignalen unterstützt, um auch Nutzer mit einer Hörbeeinträchtigung optimal zu unterstützen.

WuP: Wird CARU im Alltag von älteren Menschen akzeptiert?

ND: CARU wird von seinen Nutzern sehr geschätzt, weil sie das eigene Alter vergessen. CARU fällt nicht auf und muss nicht herumgetragen werden. Zudem ist die Bedienung für die allermeisten Leuten nach einer kurzen Einführungsphase sehr einfach. Das beweist unsere älteste CARU-Nutzerin – sie ist über 100 Jahre alt.

WuP: Wie unterstützt der Hersteller die Nutzerinnen und Nutzer?

ND: Uns ist es sehr wichtig, nahe bei den Nutzern zu sein. Deshalb bietet das Unternehmen auch nach dem Kauf eine individuelle Unterstützung per Telefon an.

WuP: Ist bei CARU der Datenschutz gewährleistet?

ND: Uns liegt der Schutz der Privatsphäre sehr am Herzen. Deshalb sind im Gerät bewusst keine Kameras oder Bewegungsmelder eingebaut. Unsere Spracherkennung beschränkt sich auf einzelne Schlüsselwörter. Aufnahme und Verarbeitung von langen Sprachsequenzen sind deshalb nicht nötig. Alle Daten werden nach dem neuesten Stand der Technik verarbeitet, verschlüsselt und gespeichert. Natürlich wird die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU sowie das Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) befolgt.

WuP: Wie sind Sie bzw. die Caru AG auf diese Lösung gestossen?

ND: Das Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit steigt mit dem Alter. Für viele ältere Menschen kommt ein Notrufknopf nicht infrage. Viele empfinden ihn als stigmatisierend. Zudem wird er aus Gewohnheit meist nach beim Duschen ausgezogen und danach vergessen, wieder anzuziehen. Dank CARU ist es Seniorinnen und Senioren möglich, über Sprachnachrichten zu kommunizieren und im Notfall um Hilfe zu rufen. Dazu müssen sie nichts am Körper tragen, sondern platzieren das schlicht gestalteten CARU einfach dort, wo sie sich zuhause normalerweise aufhalten.

WuP: Können Sie ein Beispiel nennen?

ND: Meine Grossmutter und ich haben seit je ein inniges Verhältnis. Sie war schon immer eine echte Stütze, Ratgeberin und wahre Freundin für mich. Bei ihr konnte ich mich in Sicherheit wiegen und Kraft tanken. Dennoch hat es mich vom Land in die Stadt nach Zürich gezogen. Es ist nicht immer einfach, mit meinem Grosi weiterhin in intensivem Kontakt zu sein. Die Technik rennt uns ja auch in der Telekommunikation förmlich davon. Da komme auch ich selbst nicht mehr mit, und ich bin doch erst 25 Jahre jung. Doch mit dem digitalen Mitbewohner CARU haben wir nun die optimale Lösung für unsere Familiensituation gefunden: Jetzt kann ich mit meinem Grosi im Alltag wie auch im Notfall in Verbindung bleiben, und zwar durch das Einfachste, was es gibt: die Sprache.

WuP: Wieviel kosten den CARU bzw. der Notrufknopf?

ND: CARU kostet einmalig CHF 380 oder in der Mietvariante CHF 20.00 pro Monat. Die stetige Datenverbindung berechnen wir mit monatlich CHF 29.00. Optional kann man den Family Chat für CHF 12.00 pro Monat hinzufügen. Dieser kann ausserdem 3 Monat gratis getestet werden. Ebenfalls kann auf Wunsch ein mit CARU verknüpfter Notfallknopf für CHF 150.00 bestellt werden.

WuP: Danke, Herr Dudli, für dieses Gespräch!

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Mehr Informationen über CARU und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

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