Die Kinder des Hofi-Parlaments trafen sich vier Mal mit Bewohnenden des Alterszentrums Sandbühl.
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Auf die Palme gehört ein Baumhaus: So planen Jung und Alt gemeinsam die Grüne Mitte der Stadt

Die Kinder des Hofi-Parlaments trafen sich vier Mal mit Bewohnenden des Alterszentrums Sandbühl.

Kinder der Schlieremer Schule Hofacker durften mit Senioren des Alterszentrums Sandbühl Gestaltungspläne für die Grüne Mitte der Stadt erarbeitet. Das Projekt wurde von Pro Juventute lanciert, um bei der Umgestaltung auf die Bedürfnisse von Jung und Alt eingehen zu können.

Gleich vier Stadträte waren gestern anwesend, als Kinder der Schlieremer Schule Hofacker ihre Pläne für die Gestaltung der Grünen Mitte der Stadt präsentierten. Die Mädchen und Jungen des Hofi-Parlaments hatten sie in mehreren Treffen mit Seniorinnen und Senioren des Alterszentrums Sandbühl erarbeitet. Konkret ging es darum, den Aussenbereich des dereinstigen Alterszentrums Wohnen und Alter am Bach beim Geissweidplatz zu planen und die Bedürfnisse von Jung und Alt abzuholen. Ins Leben gerufen hatte das Projekt die Pro Juventute. Auch im bernischen Steffisburg und in Basel wurden vergleichbare Projekte durchgeführt, wo Jung und Alt gemeinsam die Gestaltung des öffentlichen Raums erarbeiten. Der Projektverantwortliche Matias Dabbene erklärte, dass man dereinst aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Leitfaden zur Umgebungsgestaltung von Alterszentren entwickeln werde.

Zwar sei es manchmal schwierig gewesen, die Wünsche der Seniorinnen und Senioren mit jenen der Kinder unter einen Hut zu bringen, aber man habe immer eine Lösung gefunden, reflektieren Nick, Ryan und Alina eingangs. Im Rahmen der vier Treffen entstanden vier Modelle. Gleich im ersten zeigt sich, dass ein Skatepark, dessen Realisierung in Schlieren in einem langwierigen Prozess scheiterte, noch immer ein Bedürfnis bei der Jugend ist. Für die Seniorinnen und Senioren ist ein Pavillon zum Verweilen vorgesehen und eine Skulptur soll das Ganze verschönern, sagte der Gruppensprecher Nick bei der Präsentation. Aufsehenerregendster Bestandteil dürfte aber die Rutschbahn sein, die vom Seniorenzentrum hinunter in den Park verlaufen soll.

Aussenräume bei Alterszentren als Spiel- und Freiräume

Die zweite Gruppe sieht eine Kiesfläche vor, wo im Sommer etwa Theater gespielt werden könne, erklärte der Gruppensprecher Raffael. Für Betätigung würde eine Kletterwand sorgen und ein grosses Schachbrett am Boden würde zum Gehirnsport einladen.

Einen Teich mit Liegestühlen und eine Lochwand würde die Gruppe drei dereinst gerne neben dem neuen Alterszentrum antreffen. «Auf einem grossen Volleyballfeld könnten Senioren und Kinder gegeneinander spielen», sagte Sprecherin Tamara und machte damit einen Vorschlag, der beim Publikum für Schmunzeln sorgte.

Grosse Pläne hat auch die Gruppe vier, die neben einem hohen Aussichtsturm im Stadtpark auch ein Baumhaus auf einer Palme vorschlägt. Auch diese Gruppe entschied sich zudem für eine Kletterwand, wie Laura ausführte. «Für uns war die Zusammenarbeit mit den Kindern ein grosser Aufsteller», sagte eine Seniorin. Eine andere ergänzte: «Die Kinder hätten dies auch ohne uns gekonnt, aber es war schön, dass wir am Projekt teilnehmen durften.» Schulleiterin Brigitte Warth lobte den Austausch und hiess die Senioren auch für künftige Projekte im Hofi willkommen.

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