Damit sich das Corona-Virus nicht verbreitet, setzen die Altersheime unter anderem auf Desinfektionsmittel, das auch Besucher verwenden müssen.
Alters- und Pflegeheime

Corona-Virus breitet sich weiter aus: Die Altersheime im Limmattal sind vorbereitet

Damit sich das Corona-Virus nicht verbreitet, setzen die Altersheime unter anderem auf Desinfektionsmittel, das auch Besucher verwenden müssen.

Zu den Risikogruppen des neuen Corona-Virus gehören betagte Menschen. Die Verantwortlichen der Alterszentren in der Region nehmen das Virus ernst, weisen aber auch auf ihre Erfahrung hin. Denn gerade Altersheime, die wegen aggressiver Grippe- oder Noroviren seit Jahren sensibilisiert sind, seien gut vorbereitet, zeigt eine Umfrage der «Limmattaler Zeitung» in Weiningen, Urdorf und Dietikon. «Wir sind sehr vorsichtig», sagt beispielsweise Andreas Schlauch, der Gesamtleiter des Alters- und Gesundheitszentrums der Stadt Dietikon (AGZ). Das Zentrum sei im Umgang mit ansteckenden Krankheiten kompetent und erfahren, und es verfüge natürlich nicht erst seit dem Corona-Virus über klare Hygieneregeln.

Deshalb sind Besuche gemäss Schlauch derzeit nach wie vor möglich. «Für alle Angehörigen und Besucher ist jedoch striktes Händewaschen und Desinfizieren der Hände Pflicht.» Im AGZ sind an allen Haupteingängen und in den öffentlichen Toiletten Spender mit Desinfektionsmittel installiert worden. Ähnlich äussert sich auch René Brüggemann, der Leiter des Seniorenzentrums Im Morgen in Weiningen. Es herrsche normaler Betrieb, es gebe derzeit keine Einschränkungen. Besucherinnen und Besucher seien nach wie vor willkommen. «Es stehen nun aber selbstverständlich Desinfektionsmittel bereit, die gerade die von aussen kommenden Besucher benutzen sollten.»

Zudem wurden weitere präventive Massnahmen ergriffen, und sensibilisiert sind im Seniorenzentrum alle, wie Brüggemann weiter ausführt. So seien sowohl das Personal als auch die Bewohner in den vergangenen Tagen informiert und dabei unter anderem auf die vom Bund vorgegebenen Hygieneregeln hingewiesen worden. Im Dietiker AGZ wurden ebenfalls interne Informationsveranstaltungen durchgeführt und Vorkehrungen getroffen. So wird gemäss Leiter Schlauch unter anderem auch aufs Hände schütteln verzichtet. Zudem wurde ein in dieser Woche geplantes Konzert vorsorglich abgesagt, auch ein am Freitag geplantes Personalfest findet nicht statt. Letzteres werde aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Im Alterszentrum Weihermatt in Urdorf war bereits am vergangenen Sonntag, am Tag der Kranken, eine musikalische Veranstaltung gestrichen worden.

Man sei im Weininger Seniorenzentrum allgemein wachsam, sagt René Brüggemann. Falls eine Bewohnerin oder ein Bewohner Grippe-Anzeichen zeigen sollte, würde diese Person ausschliesslich in ihrem Einzelzimmer betreut. Dies ist bislang im Seniorenzentrum, das von den fünf Gemeinden rechts der Limmat betrieben wird, aber noch nicht notwendig geworden.

Auch in Dietikon zeigt man sich bereit. «Sollte sich das Corona-Virus in Dietikon ausbreiten, würden in Absprache mit den städtischen Behörden die Regeln verschärft», sagt Andreas Schlauch. Im Falle einer Pandemie gelange ein vorbereiteter Pandemieplan zum Einsatz. Das Leitungsteam entscheide laufend über allfällig notwendige hausinterne Massnahmen und orientiere sich dabei an den Vorgaben und Empfehlungen der Gemeindeführungsorganisation, des Bundesamtes für Gesundheit und des AGZ-Heimarztes.

Hier können Sie den ganzen Originaltext lesen auf der Seite von www.limmattalerzeitung.ch

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