Senevita hat keinen eigenen Chef mehr
Alters- und Pflegeheime

Senevita hat keinen eigenen Chef mehr

Im Bild das Multengut in Muri von Senevita.

Senevita wird neu von Österreich aus geführt. Die in Muri ansässige Pflegegruppe ist keine Ländergesellschaft mit einem eigenen Chef mehr. Sondern sie wird vom französischen Mutterkonzern Orpea ab 1. Februar in einen sogenannten Cluster mit der österreichischen Senecura-Gruppe eingebracht.

Die Führung dieser länderübergreifenden Organisationsform übernimmt Senecura-Chef Anton Kellner. Der Sitz des Clusters befindet sich in Wien. Der bisherige Senevita-Chef Christoph Gassner hat das Unternehmen mit Blick auf diese Reorganisation bereits im letzten Jahr verlassen. Er hatte das Amt erst Anfang 2018 von Hannes Wittwer übernommen. Zuvor war Gassner Finanzchef von Senevita gewesen.

Es kam zu weiteren Abgängen in der Geschäftsleitung. Die verantwortlichen Positionen blieben aber durch erfahrene und langjährige Mitarbeitende besetzt, sodass die Kontinuität durch ein Schweizer Team sichergestellt sei, heisst es bei Senevita. Operativer Leiter (COO) ist Daniel Braun, der seit 2018 für Senevita tätig ist.

Am Sitz von Senevita in Muri arbeiten rund 90 Personen. Ein Stellenabbau sei nicht geplant, sagt Unternehmenssprecher Markus Reck. Die Besteuerung ändere deswegen auch nicht. Mit der Reorganisation wolle die europaweit tätige Orpea-Gruppe aber Synergien nutzen. Senevita werde intensiviert ihr Konzept umsetzen, um die stationäre und die ambulante Langzeitpflege zusammenzubringen. Betreutes Wohnen, Pflegeheime und Spitex sollen also stärker verschmelzen. Bisher führten je zwei Regionalleitungen getrennt die Standorte der Senevita respektive der Spitex für Stadt und Land. Neu verantworten vier Regionalleitungen jeweils alle Standorte der Senevita. Das 1989 gegründete Unternehmen betreibt in der Schweiz an 28 Standorten Pflegeeinrichtungen, Residenzen, Alterszentren und 26 Spitex-Filialen. Rund 4900 ältere Menschen werden gepflegt. Die Senevita-Gruppe beschäftigt über 4300 Mitarbeitende und bildet rund 200 Lernende aus. Sie gehört seit 2014 zu Orpea, die international etwa 950 Pflege- und Gesundheitseinrichtungen betreibt.

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