Älterwerden kostet halt: Darum rechnet die Stadt Frauenfeld im Budget 2020 abermals mit einem Mehraufwand bei den Gesundheitskosten
Alters- und Pflegeheime

Älterwerden kostet halt: Darum rechnet die Stadt Frauenfeld im Budget 2020 abermals mit einem Mehraufwand bei den Gesundheitskosten

Ohne neuen Kostenteiler des Kantons müsste Frauenfeld kommendes Jahr eine halbe Million Franken mehr an Pflegekosten zahlen. Zum Glück sind es aber nur 35’000 Franken mehr.

Das eine sind die Zahlen, vor allem in Frankenbeträgen. Das andere sind die Frauenfelder, für welche die Stadt dieses Geld aufwendet. Fakt ist: Die Leute werden älter als früher, im Thurgau ist das nicht anders. Und je älter man ist, desto mehr Pflege braucht man, sei es durch die Spitex ambulant oder in einem Altersheim stationär.

«Sowohl die Kosten für die ambulante als auch für die stationäre Pflege sind im Steigen begriffen.» Das stellt Stadträtin Elsbeth Aepli als Departementsvorsteherin Alter und Gesundheit fest. Was die Höhe der Kosten betrifft, so sei der Einfluss der Stadt an einem relativ kleinen Ort.

In Aeplis Departement für Alter und Gesundheit sind von Ausgaben in Höhe von 7,938 Millionen Franken deren 6,817 Millionen gebundene Kosten. «Im ambulanten Pflegebereich können wir aber zumindest beeinflussen, wofür das Geld verwendet wird», erklärt Stadträtin Aepli. Für sie steht auf jeden Fall fest: «Jeder Franken, den wir für unsere älteren Mitbürger aufwenden, ist es wert.»

Ein Glück, dass der Kanton ab 2020 auf einen neuen Kostenteiler bei den Pflegekosten setzt. Bliebe alles beim Altem, würden die Kosten in der ambulanten Pflege von 1,902 Millionen Franken (Budget 2019) auf 2,261 Millionen im kommenden Jahr steigen. In der stationären Pflege stiegen die Kosten von 1,925 Millionen auf 2,087 Millionen.

Mit dem neuen Kostenteiler gibt es eine Entlastung im Ambulant-Bereich. Der Kanton übernimmt neu 40 Prozent der Kosten. Bislang belastete dieses Konto zu 100 Prozent die Gemeindekassen. Eine Mehrbelastung gibt es hingegen stationär. Aktuell teilen sich Kanton und Gemeinde die Pflege-Restkosten hälftig. Neu müssen die Gemeinden 60 Prozent übernehmen, der Kanton steuert noch 40 Prozent bei. Statt mit Mehrkosten von 520’000 Franken ohne neuen Kostenteiler muss Aeplis Departement im Budget 2020 noch mit einer Kostensteigerung von 35’000 Franken rechnen.

Hier können Sie den ganzen Originaltext lesen auf der Seite von www.tagblatt.ch

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