Trotz viel Licht bleibt einiges noch dunkel: St. Katharinen feiert 700-Jährige Hausgeschichte
Alters- und Pflegeheime,  Erlebtes

Trotz viel Licht bleibt einiges noch dunkel: St. Katharinen feiert 700-Jährige Hausgeschichte

Märetzauber St. Katharinen im Alters- und Pflegeheim St. Katharinen Solothurn.

Nicht viele haben die Möglichkeit, das zur Bürgergemeinde Solothurn gehörende Alters- und Pflegeheim St. Katharinen näher kennen zu lernen. Das war am Wochenende ein bisschen anders. Nach dem Anzünden von 45000 LED-Lämpchen zum Start in die Adventszeit wechselte die Szenerie am Samstag vom sogenannten «LichterZauber» zum «MäretZauber», der geprägt war vom «kleinsten und kürzesten Weihnachtsmäret», wie sich Heimleiter Pascal Vonäsch im eingebetteten Festakt zur 700-Jahr-Feier des altehrwürdigen Hauses ausdrückte.

Kulinarische Köstlichkeiten aus der hauseigenen Küche, Bürgerwein, ein Solothurner Weinsüppchen und eine Gulaschsuppe, die in den Kesseln einer aus dem Jahr 1903 stammenden Feldküche vor sich hin dampfte, waren Balsam für die fröstelnden Glieder im Innenhof des Gebäudes, das zurzeit 32 älteren Menschen ein Zuhause bietet.

Wie Stadtpräsident Kurt Fluri in seiner Festansprache festhielt, datiert die urkundliche Erwähnung von St. Katharinen in die Zeit der jungen Eidgenossenschaft. Mit «St. Katharinen» war damals ein einfaches Holzhaus an der Baselstrasse gemeint, das sich weit ab von den Stadtmauern mitten in einem grossen Eichenwald, der sogenannten «Forst» befand. «Die grosse Distanz zu den Stadtmauern wurde bewusst gewählt», so Fluri, befanden sich dort, im Siechenhaus, doch vor allem am untersten Rand der Gesellschaft stehende Aussätzige, die von der übrigen Bevölkerung ferngehalten werden mussten. Gleich daneben transportierte der «Siechenbach», der heutige Katharinenbach, Abwasser in die Aare. Etwa ab dem 17. Jahrhundert wurde St. Katharinen zu einer «Versorgungsanstalt» für hilflose ältere Leute, unheilbar kranke und sogenannte «Irre» umfunktioniert. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden unter der Leitung von Paolo Pisoni, Mit-Erbauer von St. Ursen, das winkelförmig gebaute Hinterhaus und die zur Liegenschaft gehörende, 1977 vollständig renovierte Kapelle. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude schliesslich in ein Altersheim umfunktioniert und in die Obhut der Spitalschwestern gestellt.

Hier können Sie den ganzen Originaltext lesen auf der Seite von www.solothurnerzeitung.ch

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