Die Stadt von gestern lebendig werden lassen
Alters- und Pflegeheime

Die Stadt von gestern lebendig werden lassen

Der Rheinhafen St. Johann mit Hafenkränen auf Laufschienen um circa 1902. Der Blick geht rheinaufwärts.

Auf dem Bildschirm erscheint ein Schulzimmer. Gegen sechzig Jahre alt ist die Aufnahme. Ein Senior, der sich die Ausstellung aufmerksam anschaut, sagt: «Das ist ja meine Klasse.» Sofort entspinnt sich ein Gespräch. Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims sowie Quartierbewohner, die gekommen sind, um die Bilder von damals zu sehen, sprechen über ihre Schulzeit. Vergleiche zwischen unterschiedlichen zeitgeschichtlichen Perioden werden in den Raum gestellt.

Das Publikum wird organisch Teil der Ausstellung. Denn hier geht es um die Vergangenheit der eigenen Umgebung, der eigenen Lebenswelt, des eigenen Stadtviertels. Wie hat der längst geschlossene Laden bei der Tramstation schon wieder geheissen? Was? – So hat diese Ecke früher ausgesehen, man glaubt es kaum. Und ja, der Edelitaliener war einst eine gut frequentierte Quartierbeiz, wo sich nach dem Feierabend alle getroffen haben.

Reges Interesse an der Vergangenheit

Es beginnt in den 1920er-, 1930er-Jahren, endet irgendwann in den 1970ern, hundert Aufnahmen sind es, die auf drei Bildschirmen gezeigt werden, jede eine halbe Minute lang. Und dann beginnt es wieder von vorne. Das gemächliche Tempo der Schau schafft Raum für Kommunikation. Das Thema interessiert nicht nur jene, die im jeweiligen Alters- und Pflegeheim wohnen, in dem die Ausstellung gezeigt wird. Sondern auch Leute aus dem Quartier, die neugierig sind auf die Bilder, welche die Vergangenheit ihres Umfelds zeigen.

Und schon findet auf natürliche Art und Weise ein Austausch statt, zwischen Pensionierten und Menschen, die im Arbeitsleben stehen, zwischen Leuten, die an Demenz leiden, und Senioren mit intaktem Erinnerungsvermögen, zwischen Bewohnern, Anwohnern, Personal.  Hier können Sie den ganzen Originaltext lesen auf der Seite von www.bazonline.ch

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