Studie zeigt: Das Versorgungsmodell der Thurvita in Wil funktioniert und ist wegweisend
Alters- und Pflegeheime

Studie zeigt: Das Versorgungsmodell der Thurvita in Wil funktioniert und ist wegweisend

Mit ihrem Modell «Thurvita Care» will die Thurvita helfen, die Nachfrage nach klassischen Pflegeheimplätzen zu senken. Laut einer Studie der ZHAW gelingt ihr das auch. (Bild: Christoph Schmidt)

Vor knapp vier Jahren lancierte die Thurvita AG das Modell «Thurvita Care». Das neue Versorgungsangebot richtete sich an Patienten, die nach einem Spitalaufenthalt, beispielsweise wegen eines Beinbruchs, rekonvaleszent sind und dafür in ein Pflegeheim eingewiesen werden. Zu diesem Zeitpunkt entscheidet sich, je nach Rehabilitationspotenzial, wie lange die Person im Heim verbleibt und wann und ob sie wieder nach Hause zurückkehren kann.

Da heute betagten Menschen weniger Zeit bleibt für eine vollständige Erholung, werden sie vermehrt längerfristig in ein Pflegeheim geschickt. Bei den Heimen der Thurvita kommen rund 80 Prozent direkt aus einem Spital. Das Versorgungsmodell soll die Zahl der langfristigen Einweisungen senken. Dafür wurde im Wiler Pflegezentrum Fürstenau gleich neben dem Spital eigens eine Abteilung eingerichtet, in welcher die rekonvaleszenten Patienten bis zu 12 Wochen lang mithilfe von Fachärzten und -therapeuten betreut und auf eine Rückkehr nach Hause vorbereitet werden.

Ein Drittel kann nach Hause zurückkehren

Das Institut für Gesundheitsökonomie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat nun anhand einer Studie das Modell der Thurvita auf seine Wirksamkeit geprüft. Verglichen wurden die zwei Jahre vor der Einführung des Modells und die Zeitperiode zwischen 2016 und 2017 mit der «Thurvita Care».

Die Ergebnisse sind frappierend: Durch die neue Versorgung konnte ein Drittel aller Personen nach ihrem Spitalaufenthalt nach Hause zurückkehren, fast doppelt so viele wie vor Einführung des Angebots. 90 Prozent aller Rückkehrer blieben dann auch längerfristig in den eigenen vier Wänden. Durch die «Thurvita Care» erfolgten insgesamt 13,8 Prozent weniger Überweisungen in einen langfristigen Alters- oder Pflegeheimaufenthalt.  Hier können Sie den ganzen Originaltext lesen auf der Seite von www.tagblatt.ch

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.