Drohende Fehlplanung: Die Stadt Zürich revidiert ihre 600-Millionen-Franken-Strategie
Alters- und Pflegeheime

Drohende Fehlplanung: Die Stadt Zürich revidiert ihre 600-Millionen-Franken-Strategie

Wohl nicht mehr alle Zürcher Altersheime werden einfach saniert werden wie das Alterszentrum Herrenbergli hier im Bild. (Bild: Karin Hofer / NZZ)

Die Generation der Babyboomer stellt sich den Lebensabend anders vor, als bei «Café complet» in einer Altersheimkantine zu sitzen. Doch die Stadt Zürich schien für die Zeichen der Zeit lange blind zu sein. Der Stadtrat hielt stur an seiner Altersstrategie fest, die vorsah, bis 2028 achtzehn Altersheime zu sanieren und drei Ersatzneubauten zu erstellen, und dies für 600 Millionen Franken. Daran wollte der Stadtrat auch nicht rütteln, als eine Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) aufgezeigt hatte, dass die Stadt bis in zwanzig Jahren eigentlich 1700 Pflegebetten abbauen könnte. Noch vor einem Jahr hiess es auf Anfrage der NZZ, man sei mit der Strategie gut unterwegs. – Doch nun hat der Wind gedreht.

Seit Mai ist der neue Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (glp.) im Amt. Er hat ein schweres Erbe angetreten. Sein grösstes Problem sind zweifellos die beiden Zürcher Stadtspitäler Triemli und Waid, die er dringend aus den roten Zahlen führen muss. Doch auch mit der Altersstrategie steht es nicht zum Besten. Bürgerliche Gemeinderäte warnten bereits vor Überkapazitäten und hohen Kosten wie bei den Stadtspitälern. Derweil rückte auch der Heimverband Curaviva von der Idee des traditionellen Altersheims ab. In seinem Wohn- und Pflegemodell 2030 heisst es: «Die bisherige Planung für stationäre Pflegebetten ist überholt.» Denn der Trend ist klar. Die meisten Betagten wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben und wenn möglich auch zu Hause sterben.  Hier können Sie den ganzen Originaltext lesen auf der Seite von www.nzz.ch

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